Warum billige Motorölfilter Sie am Ende teuer zu stehen kommen könnten





Wie der Name schon sagt, entfernt ein Ölfilter Verunreinigungen wie Schmutz und Metallflocken aus Ihrem Motoröl. Durch die saubere Ölzirkulation kommt es zu keinen Problemen bei der Schmierung und zu einer geringeren Hitzeentwicklung durch Reibung, wodurch der Motor vor übermäßigem Verschleiß geschützt wird. Der Wechsel des Ölfilters gehört zur routinemäßigen Wartung Ihres Autos und sollte bei jedem Motorölwechsel durchgeführt werden. Obwohl die Aufgabe relativ einfach zu sein scheint, ist es sehr wichtig, auf die Art des Ölfilters zu achten, den Sie einbauen, um die Lebensdauer Ihres Motors zu verlängern.

Billig- und Premium-Ölfilter sehen von außen fast identisch aus – eine Metalldose mit mehreren Löchern oben. Im Inneren finden Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden, insbesondere bei den Filtermedien, Ventilen und der Gesamtkonstruktion. Ein hochwertiger Ölfilter entfernt effektiv die feinen Verunreinigungen, die im Öl zirkulieren, hält Hitze, Druck und anderen Belastungen während des gesamten Ölwechselintervalls stand, ohne dass seine inneren Komponenten beschädigt werden, und trägt dazu bei, dass der Motor gleichmäßig mit Öl versorgt wird und nicht trocken läuft.

Die Verwendung eines billigen Ölfilters schont Ihren Geldbeutel im Vergleich zu einem Premium-Ölfilter, birgt aber auch das Risiko, dass Ihr Motor Öl austritt, verunreinigt, überhitzt und mehr, was möglicherweise zu hohen Reparaturkosten führt. Das Verständnis der Unterschiede zwischen einem günstigen und einem Premium-Ölfilter kann erklären, warum es sich lohnen kann, etwas mehr für einen seriösen Filter auszugeben.

Filtermedien und Ventile machen einen großen Unterschied

Ölfilter verwenden hauptsächlich Zellulose-, Synthetik- oder Mikroglasmedien. Zellulose- (oder Papier-)Medien werden aus Holzzellstoff hergestellt, wodurch sie kostengünstig sind und eine ausreichende Filterung ermöglichen. Allerdings können synthetische und Mikroglas-Filtermedien viel kleinere Partikel zurückhalten als Zellulosemedien, was ihnen eine größere Schmutzaufnahmekapazität, Öldurchflussgeschwindigkeit und Langlebigkeit verleiht.

Auch die Filtereffizienz ist eine wichtige Spezifikation, die es zu beachten gilt. Es misst die Fähigkeit des Filters, Partikel einer bestimmten Größe zu sammeln und zurückzuhalten. Beispielsweise kann ein Filter mit einem Wirkungsgrad von 99 % bei 20 Mikrometern 99 % der Partikel mit einer Größe von 20 Mikrometern (zur Veranschaulichung: 0,0008 Zoll) zurückhalten. Da das Ölfiltermedium so wichtig ist, sollte man hier nicht an der Qualität sparen.

Entscheidend sind auch die beiden Ventile des Ölfilters. Das Anti-Drainback-Ventil hält etwas Öl im Filter, um es nach dem Kaltstart sofort an den Motor weiterzuleiten, da das Schmiersystem einige Sekunden braucht, um den für die Zirkulation erforderlichen Druck aufzubauen. Bei Premium-Ölfiltern, die für längere Ölwechselintervalle ausgelegt sind, besteht das Anti-Drainback-Ventil meist aus Silikon. Billige Ölfilter verfügen über Anti-Rücklaufventile aus Nitrilkautschuk, die für normale Ölwechselintervalle ausgelegt sind, was bedeutet, dass Sie sie rechtzeitig austauschen müssen.

Währenddessen ermöglicht das Bypassventil, dass Öl aus dem Filter fließen kann, ohne durch das Medium zu strömen. Dadurch wird verhindert, dass dem Motor Öl fehlt, wenn der Filter verstopft ist oder das Öl zu kalt ist, um mit der erforderlichen Geschwindigkeit zu fließen. Billige Filter können schlecht geformte Bypassventile aus Kunststoff haben (Premium-Filter sind mit haltbareren federbelasteten Stahlventilen ausgestattet), was dazu führen kann, dass ungefiltertes Öl versehentlich aus dem Filter austritt.

Achten Sie auf eine stabile Bauweise

Zusätzlich zu den Ventilen und Medien umfasst die Konstruktion eines herkömmlichen aufschraubbaren Ölfilters eine Grundplatte (auch Endkappen genannt), die Löcher für den Ein- und Austritt des Öls aufweist, ein Mittelrohr, das den Filter gegen Druck stützt, einen Behälter, der als Schutzgehäuse für die Medien dient, und eine Dichtung, die den Raum zwischen Filter und Motor abdichtet.

Billige Filter können für ihre Komponenten leichtere, minderwertige Materialien verwenden, wodurch die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass sie der Hitze, dem Druck, den Vibrationen und Stößen, denen sie vor dem Ölwechselintervall ausgesetzt sind, standhalten. Ein hochwertiger Ölfilter sollte sich idealerweise kräftig anfühlen, wenn man ihn in der Hand hält. Apropos: Premium-Ölfilter verwenden typischerweise Stahl oder Zellulose für ihre Endkappen, Wellstahl für das Mittelrohr, Silikon für die Dichtungen und Stahl oder Aluminium für den Behälter. Dies sorgt für einen viel langlebigeren Ölfilter, der natürlich mehr kostet, Ihnen aber die so wichtige Sicherheit gibt.

Allerdings ist nicht jeder billige Filter schlecht und nicht jeder teure Filter automatisch besser. Aftermarket-Ölfilter von namhaften Marken wie K&N, Denso, Mobil 1 und Bosch können bei bestimmten Anwendungen, wie Leistung oder verlängerten Ölwechselintervallen, eine bessere Leistung erbringen als vom Hersteller hergestellte Filter. Das Einzige, was Sie wirklich vermeiden sollten, ist der Kauf eines Filters ohne Markenzeichen oder schlecht dokumentierter Filter, nur weil es die günstigste Option ist.