Porsche gab am Freitag bekannt, dass das Unternehmen „mehr als 500“ Stellen abbaut, weil drei Tochtergesellschaften aufgelöst werden: der Batteriezellenentwickler Cellforce, der Datenkommunikationssoftwareentwickler Cetitec und seine eBike-Performance-Abteilung. Wenn man genauer untersucht, wie viele Personen in den einzelnen Geschäftsbereichen arbeitslos sein werden, wird die Schließung von Cellforce zu einem Stellenabbau von 50 führen, die Schließung von Cetitec wird insgesamt 90 Entlassungen bedeuten (60 in Deutschland, 30 in Kroatien), während die größten Kürzungen in der eBike-Abteilung erfolgen. Etwa 350 Menschen werden arbeitslos sein.
Da alle drei Tochtergesellschaften nicht mehr an Elektroautos angrenzen, muss man kein Genie sein, um zu erkennen, dass die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen einen großen Teil der finanziellen Probleme von Porsche verursacht. Ergo trägt die Pressemitteilung den Titel „Porsche schärft den Fokus auf das Kerngeschäft“, was in Unternehmensgesprächen wohl so nahe kommt wie „Wir kehren zu dem zurück, was wir am besten können: tolle Sportwagen zu verkaufen.“
„Porsche muss sich wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren“, sagte CEO Michael Leiters. „Das ist die unverzichtbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung. Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften.“
Ein hartes Jahr
Diese elektrobedingten Entlassungen erfolgen nach einem finanziell schwierigen Jahr für Porsche, in dem allein im dritten Quartal 2025 ein Verlust von 1,1 Milliarden US-Dollar verbucht wurde. Einschließlich der Finanzdienstleistungen erzielte das Unternehmen zum Jahresende einen Betriebsgewinn von fast 500 Millionen US-Dollar, aber das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Jahren 2024 und 2023, in denen dieser Wert bei etwa 6 bzw. 8 Milliarden US-Dollar lag. Die Kostensenkung erfolgte schnell: Porsche hatte bereits Mitte 2025 1.900 Fahrzeuge gekürzt und sich bereits im April von seiner 45-prozentigen Beteiligung an Bugatti Rimac zurückgezogen.
Für diejenigen von uns, die nicht zufällig für Porsche arbeiten oder das Wort „Vorstand“ irgendwo auf unserem LinkedIn-Profil haben, möchte ich einen Lichtblick aus all dem bieten: Wenn Sie sich jemals schlecht fühlen, weil Sie nicht viel Geld verdienen, oder Angst um die Arbeitsplatzsicherheit im Jahr 2026 haben, denken Sie daran, dass Porsche – der Hersteller der wohl größten Luxussportwagen der Welt – genau das Gleiche durchmacht.









