Der neue ES ist in praktisch allen Außenabmessungen größer, wobei die auffälligsten Zuwächse eine Erhöhung der Höhe um 4,5 Zoll im Vergleich zum Vorgängermodell und eine enorme Steigerung der Gesamtlänge um 6,5 Zoll auf insgesamt 202,4 Zoll sind. Damit ist der neue ES nur 3,7 Zoll kürzer als der Lexus LS 500 2026. Es scheint, als würde Lexus versuchen, den ES näher an das Crossover-Territorium heranzuführen, nicht unähnlich dem ebenfalls eigenartig proportionierten Toyota Crown.
Dank dieser Vergrößerung verfügt der ES über einen riesigen Innenraum, insbesondere in der hinteren Kabine, wo mein langbeiniger Körper von 1,80 m bequem hinter meiner ganz nach hinten versetzten Fahrerposition sitzen konnte, und ich kann nicht glauben, dass ich das sage, aber ich hatte immer noch Beinfreiheit übrig. Mit dem Executive-Paket können Sie die Rücksitze bei bestimmten Ausstattungsvarianten auf ein ganz neues Niveau bringen, das sogar eine elektrisch verstellbare Ottomane bietet. Angesichts des Untergangs seines S-Klasse-Kampfflugzeugs LS kann es sich Toyotas Luxussparte nun leisten, dem bescheidenen ES solche Größe und Feinheiten zu verleihen.
Das einzige Modell mit Gasantrieb ist der Hybrid ES 350h. Sein 2,5-Liter-Reihenviermotor ist mit dem Hybridsystem der sechsten Generation von Lexus kombiniert und sendet 244 PS über ein CVT entweder an die Vorderräder oder an alle vier Räder. Die ES 350h-Modelle mit Frontantrieb haben eine EPA-Bewertung von hervorragenden 48 mpg in der Stadt, 44 mpg auf der Autobahn und 46 mpg kombiniert, während der Allradantrieb jeden Wert um ein oder zwei mpg in jedem Szenario senkt, was immer noch lobenswert effizient und etwas besser ist als der 2025 Lexus ES 300h nur mit Frontantrieb, der eine EPA-Bewertung von 43 mpg in der Stadt (44) erhielt mpg Autobahn und kombiniert.
Neu für das ES-Typenschild sind zwei vollelektrische Antriebsstränge. Es gibt den ES 350e, der nur über Frontantrieb verfügt, oder den ES 500e, der über zwei Motoren und serienmäßigen Allradantrieb verfügt. Der ES 350e wird von einem einzelnen Frontmotor angetrieben, der 221 PS leistet, während der ES 500e vorne denselben Motor verwendet und über einen Hinterachsmotor verfügt, der die Leistung zusammen auf 338 PS steigert. Beide Elektrofahrzeuge verwenden denselben 74,7-kWh-Lithium-Ionen-Akku; Der Basis-ES 350e liefert mit einer von der EPA geschätzten 307 Meilen die beste maximale Reichweite, während der ES 500e für eine Reichweite von 276 Meilen mit einer Ladung ausgelegt ist. Was die Ladegeschwindigkeit angeht, sind elektrische ESes mit einer 74,7-kWh-Batterie ausgestattet, die mit maximal 150 kW aufgeladen werden kann, wodurch die Batterie beim Gleichstrom-Schnellladen in durchschnittlichen 30 Minuten von 10 % auf 80 % aufgeladen werden kann.
Lexus stellt außerdem sein neuestes Infotainmentsystem „Lexus Interface“ im ES vor, das über einen serienmäßigen 14-Zoll-Zentral-Touchscreen und ein 12,3-Zoll-Digital-Fahrerdisplay verfügt. Es ist vollgepackt mit nützlichen EV-zentrierten Funktionen, die insbesondere beim ersten EV von Lexus, dem RZ, fehlten, darunter ein Reichweiten-Blob, der deutlich anzeigt, wie weit Sie mit Ihrem aktuellen Ladezustand in jede Richtung fahren können, und eine außergewöhnliche Routenplanung, die individuell angepasst werden kann, um Ihre kühnsten Ladewünsche zu erfüllen.
Kommen wir nun zu dem Elefanten im Raum: dem Styling. Das Aussehen ist subjektiv und ich bin nicht hier, um Ihnen zu sagen, wie Sie sich fühlen, aber ich denke, man kann mit Fug und Recht sagen, dass der neue ES ein mutiges Ding ist. Mir gefällt die Art und Weise, wie Lexus sein Spindel-Kühlergrill-Design sowohl in den Hybrid- als auch in den Elektroantrieb integriert hat, und es macht mir eigentlich nichts aus, wie das Auto nach oben aussieht, bis man die C-Säule erreicht. Die hinteren drei Viertel sind ungünstig proportioniert, mit einem großen hinteren Überhang, der das Heck des Autos in meinen Augen wuchtig und unbeholfen erscheinen lässt. Der wesentliche stilistische Unterschied zwischen dem Hybrid- und dem Elektrofahrzeug ist der kleine Kühlergrillschlitz, den man beim Hybridmodell sieht, der beim Elektrofahrzeug natürlich fehlt. Es sieht alles nur ein bisschen … unkonventionell aus, aber ich kann nicht mit dem riesigen Innenraum streiten, den die ungewöhnliche Form ermöglicht.









