Während es unpraktisch ist, einen echten Militärpanzer auf der Straße zu fahren, macht die panzerähnliche Verarbeitungsqualität der E-Klasse W124 von Mercedes, wie auch des heutigen Nice Price or No Dice E320 Cabriolet, dies zu einem strittigen Punkt. Mal sehen, wie viel Geld diese Ehre zu Recht erfordern sollte.
Es kommt sehr selten vor, dass ein Automobilhersteller seinen Namen ändert. British Leyland versuchte mit der Einführung der Sterling-Linie in den USA den alten Umstieg, um die schlechte Qualität der früheren in den USA verkauften Rover-Modelle auszugleichen. Leider waren die Sterlings nicht besser. Die bisher erfolgreichste Umbenennung war die Abkehr von Nissan in den 1980er-Jahren vom Namen Datsun hier in Amerika zugunsten der Marke für den Heimatmarkt.
Die über mehrere Jahre hinweg durchgeführte Umbenennung mit Übergangsmodellen, die als „Datsun by Nissan“ bezeichnet wurden, funktionierte, weil es niemanden wirklich interessierte, wie die Autos benannt wurden, solange sie noch ihre Zs bekommen konnten. Wir haben uns gestern einen dieser Post-Transition-Zs angeschaut, einen 1987er 300ZX mit T-Tops und einem Schaltknüppel hinter seinem V6. Bei 8.500 $ schien es keine Rolle zu spielen, welcher Name auf der Luke stand, denn Sie alle nannten es ein gutes Angebot mit einem soliden Gewinn von 65 % „Guter Preis“.
In mit der In-Crowd
Haben Sie die Streaming-Show „Ihre Freunde und Nachbarn“ gesehen? Das ist der Film, in dem Jon Hamm (schlechter Name für einen Schauspieler) einen selbstgefälligen und schmuddeligen reichen Kerl spielt, der der Reihe nach seine Frau, sein Haus und seinen Job verliert. Allerdings muss er weder auf seinen schicken Maserati noch auf seine Country-Club-Mitgliedschaft verzichten. Wie einer der Charaktere der Serie anmerkt, ermöglichen ihm diese sichtbaren Zeichen des Reichtums, den Schein zu wahren und sein Gesicht zu wahren. Oh, und um über die Runden zu kommen, begibt er sich auch auf eine kleine Kriminalserie. Es ist eine lustige Show.
Auch wenn man sich das Mercedes-Benz E320 Cabriolet von 1994, das wir uns heute ansehen, wahrscheinlich nicht unbedingt ein Leben voller Diebstähle und Gewalttaten leisten muss, besitzt es die Klasse und die Qualifikationen, um in jedem Country-Club eine hochgezogene Augenbraue oder ein anerkennendes Nicken hervorzurufen. Mit einer relativ geringen Laufleistung (102.000) und einem sehr stattlichen Erscheinungsbild, abgesehen von den etwas aggressiven Rädern, suggeriert es guten Geschmack und Leistung, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Ein solider Bürger
Da es sich um einen W124 handelt, spricht auch Bände über seine solide Verarbeitungsqualität und wahrscheinliche Langlebigkeit. Hinter dem traditionellen Mercedes-Kühlergrill und der dreizackigen Stern-Kühlerfigur sitzt ein 3,2-Liter-M104-Reihensechszylinder. Der Twin-Cam-24-Ventil-Motor kam ab Werk mit 217 PS und 229 Pfund-Fuß Drehmoment. Dahinter sitzt eine Fünfgang-G-tronic-Automatik, die die Hinterräder antreibt. Nach Angaben des Verkäufers funktioniert am Auto alles wie es soll, bis hin zum oft kniffligen, hydraulisch betätigten Cabrioverdeck.
Das Top scheint auch körperlich in hervorragender Verfassung zu sein. Darüber hinaus passt es gut zum Rest des Äußeren, da der Lack glänzend ist, die Karosserie unbeschädigt ist und die umfangreichen Kunststoffverkleidungen lobenswerterweise keine Kratzer aufweisen oder irgendwelche Wackelspuren aufweisen. Cabrios neigen von Natur aus dazu, bei längerer Sonneneinstrahlung Probleme im Innenraum zu haben, aber dieser Benz scheint seinen Lichtschutzfaktor auf max. eingestellt zu haben. An der Mittelarmlehne sind durch störende Ellbogen einige spürbare Abnutzungserscheinungen zu erkennen, aber das scheint das Ausmaß der im Innenraum festgestellten Beschwerden zu sein. Es ist auch wunderbar serienmäßig, bis hin zu den funktionierenden Gurtverlängerungen und der werkseitigen Becker-Stereoanlage. Wir sollten auch beachten, dass diese Generation des W124 über den unglaublich coolen beweglichen Scheibenwischer von Mercedes verfügt, dessen Anblick in Aktion super viel Spaß macht.
Keine drohende Gefahr mehr?
Ein Problem, das die Mercedes-Modelle dieser Ära plagte, war ein vermeintlich umweltfreundlicher Kabelbaum, der im Laufe der Zeit der Hitze des Motorraums ausgesetzt wurde und in seine ursprünglichen Bestandteile zerfiel. Erfreulicherweise stellt der Verkäufer dieses Benz fest, dass sein Motorraum-Kabelbaum durch eine überarbeitete Version ersetzt wurde, die kein so schändliches Schicksal erleiden wird.
Das ist so ziemlich das einzige große Problem, mit dem Besitzer der W124-Serie konfrontiert sind. Klar, das sind immer noch alte deutsche Autos, mit den Macken und Problemen, die fast alle älteren Autos haben – nur mit einem deutschen Touch – also ist es am besten, das beste Auto zu kaufen, das man finden kann. Dieser E320 wird mit einem sauberen Titel, zwei Schlüsselanhängern, dem werksseitigen Windabweiser und einem Satz Reifen mit sehr wenigen Kilometern geliefert. Außerdem scheint es in einem hervorragenden Zustand zu sein, bis hin zum makellos sauberen Motorraum. Sollten hier Arbeiten nötig sein, geht es zumindest einigermaßen sauber vonstatten.
Bargeld für den Unterricht
Nehmen wir also an, Sie sind einem dieser Country-Clubs beigetreten, in denen sich die Wohlhabenden und diejenigen treffen, die ihre Kreditkarten so sehr ausstrecken, dass sie mit ihnen herumtollen. Würde dieser E320 mit seiner dauerhaften Klasse und seinem Elan immer noch einen Eindruck hinterlassen? Genauer gesagt: Würden die wohlhabenden Leute die Nase rümpfen, wenn sie feststellen, dass es nur 15.499 US-Dollar kostet?
Was denken Sie? Hat dieser Benz noch das Zeug, zu beeindrucken? Und wenn ja, wie beeindruckt sind Sie von dem geforderten Preis von 15.499 US-Dollar? Scheint das eine kluge finanzielle Investition zu sein? Oder ist das zu viel Geld für einen Country-Club-Anwärter?
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