Spirit Airlines versucht verzweifelt, den Zusammenbruch zu verhindern





Spirit Airlines war nicht die Art von Institution, die man als „too big to fail“ bezeichnen würde. Allerdings erwägt die angeschlagene Billigfluggesellschaft, der Bundesregierung im Gegenzug für eine Finanzspritze eine Kapitalbeteiligung anzubieten, um einer möglichen Liquidation zu entgehen. Führungskräfte von Spirit und anderen Billigfluggesellschaften werden sich nächste Woche mit Verkehrsminister Sean Duffy treffen, um den Stand ihrer Geschäfte angesichts des Anstiegs der Kerosinpreise zu besprechen.

Spirit war in Schwierigkeiten, lange bevor der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus zum Ziel des jüngsten ewigen Krieges wurde. Die kanariengelbe Fluggesellschaft meldete im vergangenen Jahr zweimal Insolvenz an. Durch die Umstrukturierung wird Spirit Schulden in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar haben und nur noch 80 Flugzeuge in seiner Flotte haben. Laut Bloomberg dürften sich die Konkurrenten von Spirit gegen jegliche staatliche Hilfe wehren, da sie ebenfalls mit hohen Treibstoffpreisen zu kämpfen haben. Warum sollte Spirit die einzige Fluggesellschaft sein, die staatliche Unterstützung erhält? Die Association of Value Airlines, eine Handelsgruppe für Billigfluggesellschaften, zu der auch Spirit gehört, hat letzte Woche einen Brief an den Kongress geschickt, in dem sie mehrere vorübergehende Hilfsmaßnahmen vorschlägt. Insbesondere schlug der Verband eine vorübergehende Aussetzung der Bundesverbrauchsteuer von 7,5 % auf Flugtickets vor.

Trump möchte, dass jemand Spirit Airlines rettet

Das Weiße Haus deutete an, dass es Spirit Airlines dabei helfen könnte, einen Zusammenbruch zu verhindern. Präsident Donald Trump sagte in einem Interview mit CNBC: „Ich habe nichts gegen Fusionen. Ich glaube, ich würde mich freuen, wenn zum Beispiel jemand Spirit kauft. Allerdings war der Hinweis auf das Wohlergehen der Unternehmen nicht ohne Tadel. Ein USDOT-Sprecher wies mit dem Finger auf die Biden-Regierung, weil ein Bundesrichter die Übernahme von Spirit durch JetBlue im Jahr 2024 blockiert habe.

Während Trump einer Fusion einer Fluggesellschaft mit Spirit gegenüber positiv eingestellt ist, ist er nicht so begeistert von dem Mega-Deal, den United-Chef Scott Kirby letzte Woche vorgelegt hat. Der Vorstand schlug vor, dass United Airlines mit American Airlines fusionieren sollte, um die größte Fluggesellschaft der Welt zu bilden. Trump kommentierte: „Ich kenne sie beide sehr gut, das gefällt mir nicht.“ Während United-American ein wettbewerbsfähiger Akteur im internationalen Flugverkehr wäre, würde der Zusammenschluss aufgrund mangelnden Wettbewerbs wahrscheinlich zu einem Anstieg der Inlandsticketpreise führen.