Mit mehr als 450 Schiffen in der US-Marine gibt es sicherlich eine Vielzahl von Schiffen, aber wie vielfältig ist unsere Marine genau? Viele von uns wissen von den elf Flugzeugträgern, 83 Zerstörern und fünf Dutzend U-Booten der USA, aber wer hat schon von der Boomin Beaver gehört – dem kleinsten aktiven Schiff der US-Marine – und warum lebt einer direkt neben unserem ältesten aktiven Kriegsschiff?
Der Boomin’ Beaver ist knapp 20 Fuß lang und 10 Fuß breit und leistet satte 260 PS von einem Cummins-Diesel gepaart mit einem ZF-Getriebe – einer der interessanteren Orte, an denen Sie einen Cummins-Motor finden, der kein Tausch ist. Schnelle Fahrer können dieses limousinengroße Schiff auf rasante Geschwindigkeiten von 8 Meilen pro Stunde (ca. 7 Knoten) steuern – aufgepasst!
Für die Militärfanatiker unter uns besteht eine berechtigte Chance, eines Tages eines davon zu kaufen. Ein Biber wurde 2006 für 100.000 US-Dollar versteigert – ein bescheidener Preis für das bescheidene Militärschiff. Spaß beiseite, wofür genau nutzen sie Boomin’ Beavers, wenn sie im Vergleich zum Rest der teuren US-Marineflotte so winzig klein sind?
Eine gewaltige Aufgabe für das Schiff in der Größe eines Autos
Die Beaver ist eigentlich als Sicherheitsschlepper der Boomin Beaver-Klasse (19BB) bekannt, und wie der Name schon sagt, verbringen diese winzigen Schlepper den größten Teil ihres Tages auf Marinewerften. Genauer gesagt haben die meisten 19BBs die Aufgabe, die Sicherheitsbarrieren zu Marinestützpunkten und Piers zu öffnen und zu schließen. Es ist eine interessante Abkehr von der vom Hersteller vorgesehenen Funktion als kommerzieller Holztransporter.
Ein Boomin’ Beaver-Schlepper wird in Charlestown, Massachusetts, neben der USS Constitution eingesetzt – dem ältesten „aktiven“ Kriegsschiff der amerikanischen Marine. Die kurze Länge und die geringe Breite verleihen dem kleinen Schlepper einen hervorragenden Wenderadius für Marinewerften und Piers. Typischerweise wird der Beaver zum Aufstellen schwimmender Sicherheitszäune verwendet. In den seltenen Fällen, in denen die USS Constitution gesegelt wird, hat die Boomin Beaver die Aufgabe, das 1.900 Tonnen schwere Artefakt vom Dock weg und aufs Meer hinauszuschieben.
An anderer Stelle wurden 19BBs auf dem Marinestützpunkt Kitsap Bangor in Washington und dem Marinestützpunkt San Diego in Kalifornien gesichtet – höchstwahrscheinlich mit ähnlichen Aufgaben wie in Charlestown, Massachusetts. Die oben erwähnten Sicherheitsbarrieren dienen nicht wirklich der Verteidigung gegen eingehende Bedrohungen, sondern weisen stattdessen auf von der Marine kontrolliertes Eigentum für den ankommenden kommerziellen Seeverkehr hin.
Der Boomin’ Beaver spielt sicherlich eine interessante Rolle in der US-Marine – seine kleine, aber mächtige Präsenz sollte uns allen Anlass geben, uns etwas genauer mit den vielen Arten winziger Transportmittel um uns herum auseinanderzusetzen.









