China plant, im Jahr 2031 Proben vom Mars zurückzugeben, nachdem die USA ihre eigenen Pläne abgesagt haben





In einem Interview mit staatlichen Medien hat der chinesische Wissenschaftler Hou Zengqian bestätigt, dass die Tianwen-3-Mission auf dem besten Weg ist, im Jahr 2028 zum Mars zu starten und dann im Jahr 2031 eine Gesteins- und Bodenprobe zur Erde zurückzubringen. Das steht in krassem Gegensatz zu Amerikas eigener Mars Sample Return (MSR)-Mission, dem einzigen Projekt, das der Kongress nicht vor den von Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Kürzungen der NASA-Finanzierung gerettet hat. Obwohl der Rover Perseverance in den letzten fünf Jahren eine Reihe von Proben gesammelt hat, die später geborgen werden sollen, ist unklar, ob diese Entnahme jemals stattfinden wird.

Der Grund dafür, dass die chinesische Mission hier auf Kurs zu sein scheint, ist einfach: Es ist einfach. Die NASA-Mission war als mehrstufige Angelegenheit konzipiert: Ein Rover würde unterwegs verschiedene Steine ​​und Erde durchbohren, und dann würde eine spätere Mission eintreffen, um sie alle zu sammeln und sie zurück in die Marsumlaufbahn zu bringen. Tianwen-3 streicht das meiste davon aus dem Prozess heraus. Es handelt sich lediglich um einen stationären Lander, es ist kein Vorwärtsfahren erforderlich. Es wird auf rotem Boden landen, sieben Fuß tief bohren, etwa 18 Unzen Material einsaugen und es dann direkt wieder in die Umlaufbahn bringen. Es muss nicht auf eine zweite Mission gewartet werden, um die ausgebohrten Daten einzusammeln. Gesamtmissionszeit nach der Landung: etwa zwei Monate. Im Gegensatz dazu erreichte Perseverance im Jahr 2021 den Mars, und obwohl es selbst weiterhin großartige wissenschaftliche Arbeiten leistet, liegen seine dürftigen Proben einfach nur an der Oberfläche, ganz allein und so einsam. Und sie werden noch eine Weile so bleiben.

Nach Hause zu kommen ist schwer

Die Anreise zum Mars ist einfach. Bereits 1976 schickte die NASA ihre Viking-Landegeräte dorthin. Der schwierige Teil und der Grund dafür, dass noch nie ein Mensch dorthin gegangen ist, ist die Rückkehr zur Erde. Um dies zu erreichen, ist eine seltene und kostbare Ressource erforderlich, möglicherweise die seltenste im gesamten Universum: Finanzierung. Der Preis für das MSR-Projekt der NASA schoss immer weiter in die Höhe, die neueste Schätzung liegt bei nicht weniger als 7 Milliarden US-Dollar und sogar bei 11 Milliarden US-Dollar. Lockheed Martin bot im Namen der Wissenschaft (und des Profits) an, es selbst für nur 3 Milliarden US-Dollar zu tun. Zum Glück für die USA würde der NASA Authorization Act von 2026 im Falle seiner Verabschiedung 8 Milliarden US-Dollar dafür bereitstellen, dies zu erreichen.

Chinas viel einfachere Mission sorgt dafür, dass die Dinge billig bleiben, zumindest theoretisch. Während Hou ankündigte, dass die Prototypenentwicklung beginnen würde, ist es von dort aus noch ein weiter Weg bis zur „Mission Accomplished“. Außerdem ist der Tianwen-3-Plan zwar einfacher als der NASA-Plan, aber dennoch eine Raketenwissenschaft. Geplant ist der Start zwei Lange Raketen vom 5. März im Jahr 2028, eine mit dem Lander, die andere mit einem Orbiter für den Mars. Nach einer dreijährigen Reise wird der Lander landen, bohren, sammeln und die Probe zurück in den Weltraum befördern. Der Orbiter wird diese Probe aufnehmen und dann zur Erde zurückkehren.

Nationalstolz auf einem anderen Planeten

Der Subtext hier ist der umfassendere geopolitische Kampf zwischen den USA und China. Die NASA ist mit ihren zahlreichen Mars-Rovern, der Artemis-II-Mission um den Mond und ihren Plänen für eine Mondbasis in naher Zukunft die renommierteste Raumfahrtbehörde der Welt. China versucht, einen Sieg im äußeren Himmel zu erringen, um seinen Mut unter Beweis zu stellen. Taikonauten auf den neuesten Missionen zum Mond landen, bevor Astronauten es schaffen könnten. So könnten Proben vom Mars vor der NASA zurückgebracht werden. Wenn es in dieser Probe Hinweise auf Leben auf dem Mars gibt, was das ausdrückliche Ziel der Mission ist, könnte dies ein verheerender Schlag für den Stolz des amerikanischen Raumfahrtprogramms sein.

Wenn das funktioniert, wundern Sie sich nicht, wenn China irgendwann versucht, die Kontrolle zu übernehmen Eigene Proben der NASA Ich sitze einfach da auf der Marsoberfläche. Sie wissen schon, „für die Menschheit“ oder „für die Wissenschaft“. In völlig unabhängigen Nachrichten beschrieb Hou die Mission gegenüber der chinesischen Staatsagentur Xinhua wie folgt: „Tianwen-3 wird das Prinzip der offenen Zusammenarbeit aufrechterhalten und mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, um die Geheimnisse des Mars zu erforschen, und Chinas Fachwissen und Lösungen dazu beitragen, die wissenschaftlichen Grenzen der Menschheit zu erweitern und die Planetenforschung voranzutreiben.“